FLUCHT VORM LEBEN

Mein Leben

 

Heinz Hofbauer hat am 14. September 1966 in Wien das Scheinwerferlicht der Welt erblickt. Ohne vernünftigen Text. Deshalb wurde dieser Auftritt zu einer regelrechten Schrei- und Blutorgie, die – wie sich später herausstellen sollte – für den Wiener Aktionismus beispielgebend werden sollte.

 

Aufgewachsen im 22. Wiener Gemeindebezirk, in der Saikogasse – der Bronx von Wien – machte er so ziemlich alle Lebenserfahrungen, die er eigentlich nie machen wollte. Erst mit den Jahren konnte sich seine außergewöhnliche Sprachbegabung entwickeln. Eine Sprachbegabung, die ihm im 22. Bezirk so hilfreich ist, wie ein Fallschirm auf einem Kreuzfahrtschiff. Durch diese Sprachbegabung war es ihm möglich Geschichten zu erzählen die seinen Gedanken die Freiheit geben, die er jahrelang vermisst hat.

 

Wäre also bis hierher der ideale Lebenslauf für einen Schriftsteller. Aber aufgrund unkontrollierbarer Legasthenieschübe literarisch ans Bett gefesselt blieb nur mehr der Weg auf die Kleinkunstbühne und zum Kabarett. Was aus zwei Gründen recht günstig war: Bei Sprechen fällt die Rechtschreibung nicht auf (und selbst wenn, Korrekturen mit Rotstift sind nahezu unmöglich) und der Großteil des Publikums konnte diesem Humor aufgrund seiner Einzigartigkeit sehr viel abgewinnen.

 

So schreibt und spielt sich Heinz Hofbauer trotz widriger Umstände in ein besseres Leben und kann selbst den größten Erbärmlichkeiten des Daseins eine heitere Seite abgewinnen. Und das ist etwas, was allen vernünftig denkenden Menschen als kleine Überlebenshilfe wirklich sehr schätzen.

 

Und jetzt zur Echten...